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Nina Čapek, geboren am 1. Februar 1981 in Schopfheim, Tochter des tschechischen Buchillustrators Jindra Čapek. Sie ist im südbadischen Wiesental zur Schule gegangen, siedelte später in das böhmische Städtchen Česky Krumlov zu ihrem Vater über und absolvierte dort die Kunstgewerbeschule im Fach „klassische Malerei“.

Im Jahr 2003 wurde Nina Čapek an der New York Academy of Art angenommen, einer Akademie, die unter anderem gegründet wurde von Andy Warhol (Patron der Schule: Prince of Wales), ganz im Sinne und nach dem Konzept der „Academie des Beaux-Arts“ in Paris zu Zeiten des Klassizismus. Die Ausbildung in Techniken der Alten Meister fand unter der Leitung bekannter New Yorker Maler statt wie z.B. Eric Fischl, Will Cotton, Jenny Saville, große Vertreter der zeitgenössischen, figürlichen Malerei.

Nach dem zweijährigen, erfolgreich abgeschlossenen Masterstudium kehrte sie 2006 zurück nach Europa – zunächst wieder nach Česky Krumlov, nach einem weiteren Jahr dann zurück in die alte Heimat im Schwarzwald. Heute lebt Nina Čapek in Freiburg im Breisgau, studiert Kunstgeschichte und arbeitet als freischaffende Künstlerin.

Zu den stilbildenden Grundlagen ihrer Arbeit sagt Nina Čapek:

„Meinen Stil könnte man vielleicht dem phantastischen Realismus zu ordnen. Der Phantastische Realismus bezeichnet eine aus dem Surrealismus Hans Bellmers und Salvador Dalis entwickelte Stilrichtung der Malerei, die nach dem Zweiten Weltkrieg besonders in Österreich und Deutschland in Erscheinung trat. Hauptvertreter waren die manieristisch malenden Künstler der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, deren Bildsujets aus mythischen Themen, kosmischen Träumen, alttestamentarischen Fabeln und apokalyptischen Visionen bestand. Die Malweise orientiert sich an der technischen Perfektion der Alten Meister, die Motive sind phantastisch-unwirkliche Kreationen, mit einer Orientierung am Manierismus.

In meinen Bildern steht der Mensch im Mittelpunkt mit all seinen Neigungen und Abartigkeiten, welche aber nur angedeutet werden und dem Betrachter nicht offensichtlich erscheinen. So wird das Geheimnis der Figuren bewahrt und der Betrachter zum Nachdenken angeregt. Durch jeden einzelnen Betrachter bekommt das Bild eine neue Geschichte.

Ich berufe mich mit großer Überzeugung auf das Handwerk der Alten Meister. Teile meiner Ausbildung genoss ich zwar ironischerweise in den USA, jedoch an einer Schule die ganz im Dienste der klassischen, europäischen Malerei fungiert. Somit bin ich dem Europäischen Stil immer treu geblieben. Ich versuche allerdings nicht jemanden nachzuahmen, sondern bekenne mich so nur zu meienen Wurzeln und dem Milieu, aus welchem ich stamme. Ich bin der Überzeugung, dass man besonders in der Kunst sich auf das bisher Gewesene orientieren, davon lernen und darauf aufbauen sollte. Gute neue Kunst entsteht durch den Einfluss von alter Kunst, indem ein Stil aufgefasst und neu interpretiert, der Sache eine eigene, neue Handschrift gegeben wird. Das ist ehrenhaft und eine Würdigung der Alten Meister. Mein Wunsch ist es mit meiner Arbeit der Welt einen ästhetischen Beitrag entgegen zu bringen.“