Andreas Senoner

Nature doesn´t care

„Nature doesn´t care“, widmet sich dem einzigartigen künstlerischen Komplex des
Künstlers Andreas Senoner. Durch seine künstlerische Forschung die sich mit
naturbezogenen Themen wie Metamorphose, Erbe und Schichtung
auseinandersetzt, schafft Senoner eine visuelle Sprache, die den Zustand des
Menschen der Gegenwart reflektiert und erforscht.
Senoner ist ein etablierter italienischer Bildhauer mit Sitz in Florenz. Geboren im
Jahr 1982, verbrachte er seine Kindheit in Südtirol (Dolomiten, Italien) an einem Ort
mit vielen Wäldern und Bergen, an dem sich die geologische Entwicklung anhand
der Gesteinsschichten gut beobachten lässt. Er wird uns diese Erinnerungen durch
Fotografien mitteilen, die Teil der Ausstellung sein werden.
"All dieser Hintergrund hat mich veranlasst, mich auf die Beschreibung des
evolutionären Wandels zu konzentrieren, und mir wurde schnell klar, dass die
Gegenwart die letzte Phase einer permanenten Schichtung von Stoffmengen ist,
welche die Zeichen der Zeit einbezieht und zu einer visuellen Darstellung wird."
www.kaligallery.com Lädelistrasse 4 / 6003 Luzern
Andreas Senoner wählte den Titel "Nature doesn´t care" für seine Ausstellung in der
KALI Gallery, um die Tatsache hervorzuheben, dass sich die Natur in einem
permanenten, unaufhaltsamen und autonomen Evolutionsprozess fortsetzt, in
dem sich alles in ständiger Entwicklung befindet und alles ändert, während neue
Schichten hinzugefügt werden, oder - Umgekehrt eine Verringerung von Volumen
und Form durch Erosion hervor gerufen wird.
"Dies ist ein unaufhaltsamer und dauerhaft unabhängiger Prozess, den wir nur
bemerken können und versuchen ihm zu folgen."
Sie können den Grundsätzen dieses Konzepts in all seinen Arbeiten folgen.
Die in verschiedenen Werken verwendeten Flechten betonen die Inbesitznahme
und Aneignung durch die Natur. In "Growth" symbolisieren die geschnittenen Äste
einen Eingriff in die Hände des Menschen, für den der Wachstum der Natur, wie
der Name schon sagt, ungehindert voranschreitet. Die Arbeit "Nature doesn´t care"
bezeichnet die Wiederaneignung - durch symbolische Erosion der Natur gegen
die vom Menschen definierte Form.
Die am häufigsten verwendeten Materialien in seiner künstlerischen Arbeit sind
natürliche Materialien: Holz (Nussbaum oder Linde), Federn, Flechten und Textilien.
Dies sind sich wiederholende Elemente aus der Kindheit des Künstlers, die direkt
aus der Natur stammen und auf eine für diese Idee relevante Weise manipuliert
und verwendet werden.
Die Quelle der Inspiration von Senoner ist von Natur aus Zeit und Sicherheit. Eine
der unauffälligen, aber von Grund auf kraftvollen, mitschwingenden Arbeiten am
Rande der Zeit ist ein Werk namens "Skins". Das Objekt besteht aus Schichten, aus
komprimiertem Stoff, die eine kompakte geometrische Form bilden. Das Material
stammt aus der Kleidung, die der Künstler in den letzten zehn Jahren getragen hat.
Ausgehend von der Menge der Kleidungsstücke, die jeweils in einem bestimmten
Bereich und im genauen Zeitraum der Vergangenheit verwendet wurden, wurde
eine formale Vereinfachung vorgenommen, um den Lauf der Zeit und die
Schichtung deutlich hervorzuheben, was der österreichische Architekt und
Künstler Hundertwasser als zweite Haut des Menschen bezeichnete : Kleidung.
Andreas Senoner entführt uns in das innere Selbst, in die Ecken der Natur und der
organischen Materie, die sich durch den Austausch einer romantisierenden
künstlerischen Sprache auf natürliche Weise zum menschlichen Körper entwickeln.

© KALI Gallery 2021

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