GIFTS

20.03. -

07.05.2021

Eröffnung: 20.03.2021 | 17 Uhr

Aufgrund der momentanen Beschränkungen durch den BAG können keine Veranstaltungen stattfinden. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten oder nach Vereinbarung unter den entsprechenden Sicherheitsbestimmungen besucht werden.

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Judith Grassl (1985) ist eine junge Künstlerin, die sich in der zeitgenössischen Kunst im Medium der Acrylmalerei, Fotocollage und Installation bewegt. Grassl stammt aus München, wo sie auch die dortige Kunstakademie absolvierte und in der zeitgenössischen Kunstszene arbeitet. In ihrer Malerei kreist die Künstlerin um eine lineare Ebene der Ewigkeit und inszenierte Themen in der Malerei. Sie interessiert sich für die Darstellung von Zeitlichkeit, die Erscheinung und Komposition von Objekten und deren Funktionen im Bild.

In der Ausstellung "GIFTS" präsentiert sie Ihre neuesten Arbeiten, die sich mit der Formuntersuchung von Gegenständen des täglichen Lebens beschäftigen, mit einem ungewöhnlichen Hintergrund von posthumanen Geschenken und ihrer Symbolik in den verschiedenen Kulten.
Der Name "GIFTS" ist ein Platzhalter für die Darstellung der Zeitachse und der Relativität von Lebenszeit und Funktion von Objekten. Sie sagt in Ihrem Statement: "Ich nehme fotografisches Material als Erinnerung in der Gegenwart wahr, aber durch die Übersetzung in Malerei kann ein Kunstwerk für die Zukunft wahrgenommen werden."


Das Motiv von Frauenhaaren, Früchten, Draperien, Palmen u.a. taucht oft in Grassls Bildern auf. Es zeigt die Betonung der weiblichen Kraft und Schönheit des Charakters des Haares, der Zitrone als Symbolik der Sonne in der mexikanischen posthumanen Kultur oder des markanten Faltenwurfs, der aus einem Renaissance-Gemälde als Geschenk herausgerissen, in eine Collage gelegt und mit dem Betrachter assoziiert wird.
Wie die Erinnerungen in unserem Kopf setzt Judith Grassl diese Fragmente intuitiv zu eigenen Kompositionen zusammen und gibt ihnen so eine eigene Bedeutung als persönliches Sterbegeschenk.
Eine wichtige Inspiration für ihre Arbeit war ein Austauschprojekt in Lissabon, bei dem die Künstlerin das Mittagslicht, das auf das gemalte Objekt fällt, und dessen Pastellfarben am Meer studierte. Die einzigartige Farbigkeit des Gemäldes entsteht durch die Technik der Acrylmalerei mit dem Zusatz von Schwefelpigmenten, wodurch die Farbsättigung und deren Kontraste erreicht werden.

Die Ausstellung ist die erste Präsentation dieser jungen deutschen Künstlerin in der Schweiz und eröffnet damit unser Jahresprogramm für 2021.